Erlebniswelt Thale

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Wie sehr habe ich mich auf den Besuch der Erlebniswelt der Seilbahnen Thale gefreut. Immerhin wird hier viel geboten und eine neue Art von Rodelspaß mit dem Boderitt gibt’s hier auch noch. Das die Attraktionen jeweils einzeln kosten, wusste ich zwar bereits im Vorfeld, doch letztendlich entpuppt sich die ganze Anlage als Sack mit Loch.
Doch von vorne. Ich parke auf einem der vielen Parkplätze und laufe nur wenige Meter bis zur Talstation der Kabinenseilbahn. Hier befindet sich auch die Spaßinsel die sich als Freizeitpark präsentieren soll und ein paar Meter weiter befindet sich eine Sesselbahn, die auf der anderen Bergseite des Bodetales empor schwebt. Für beide Seilbahnen gibt es ein Kombiticket. Doch ich verzichte auf die Sesselbahn, da dort oben wenig geboten wird.
Ich lasse zuerst die Spaßinsel hinter mir und fahre mit der Kabinenbahn auf den Hexentanzplatz hinauf. Dabei überwinde ich eine Höhe von 244m auf rund 700m Strecke und kann in der grünen Gondel den freien Blick 80m unter mir durch einen Glasboden genießen. Für alle mit Höhenangst sind die roten Gondeln ohne Glasboden ausgestattet. Die Fahrt kostet mich gerade einmal 10,50 Euro für Berg und Talfahrt sowie ist eine Rodelfahrt mit dem Harzbob auch bereits inklusive.
So starte ich erst einmal gut gelaunt in den Tag.
Oben am Hexentanzplatz angekommen, geht es zu Fuß weiter bis zum Harzbob. Der Weg streckt sich etwas und führt weiter bergauf. Dann endlich steige ich einen der blauen Bobs und sause los. 1000m lang. 9 Kurven und 6 Jumps. Von diesen merke ich allerdings nicht viel, denn entweder sind diese zu schwach ausgeprägt oder der Bob baut einfach nicht genügend Geschwindigkeit auf. Die Bahn ist nett. Mehr allerdings nicht. Auf den 1000m warte ich ständig auf ein Highlight, doch wer bereits den Alpseecoaster oder die Bahn in Imst,Todtnau oder Gutach kennt, weiß wie ein Alpine Coaster sein muss und versteht wenn ich sage – es kommt kein Highlight. Für Einsteiger und Familien sicherlich eine tolle Bahn, für mich eher enttäuschend. Einmal fahren reicht.
Weiter geht es in den Tierpark. Dieser kostet 7 Euro extra. Der Eingang lässt tolles vermuten…doch in der Anlage selbst scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Gehege und Anlagen dürften noch Originalzustand vor der Wende sein. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel. Immerhin ist das Adventure Golf mit dabei und das ist wirklich toll – mehr zu diesem Tierpark findest Du separat in meinen Zooblogs!
Auch hier eher enttäuscht geht es nun zu den Aussichtsplattformen. Diese werden kaum angenommen. Dabei sind meiner Meinung nach, gerade diese die Sehenswürdigkeit! Wie toll würde sich hier ein Skywalk oder ähnliches machen. Aber leider nein. Immerhin können diese kostenfrei besucht werden und erinnern etwas an die Felsenlandschaften im Dahner Felsenland. Direkt dahinter tobt der Bär….Restaurants, Bistros, Imbissbuden, Souvenirläden….In der Gastronomie sind die Preise bei den Getränken recht hoch – und das bei Selbstbedienung!
Ich gönne mir ein kleines Highlight an einem kleinen, schön thematisiertem Grillstand und probiere die einzige Fichtennadelwurst. Wow. Lecker und preislich gerechtfertigt. Etwas weiter befindet sich das umgedrehte Hexenhaus mit einem kleinen Außenpark. Sieht nett aus und innen sicherlich toll gemacht. Doch ich spare mir die 5 Euro, denn so langsam summiert sich der Gesamtpreis. Ich gehe nun wieder an der Kabinenbahn vorbei in die andere Richtung. Hier finden sich kaum Menschen wieder.
Das Highlight ist hier wahrlich ein großes Open Air Theater. Dazu gesellen sich eine weitere Felsenplattform, eine Ausstellungshalle, die ebenfalls nochmal extra kostet – allerdings nur 2,50 Euro und ein Hexenmuseum. Was mich darin erwarten soll,- dazu erhalte ich wenig Infos. Schaue ich mir die Bewertungen auf google an, lasse ich das Museum lieber aus und spare mir die weiteren 5 Euro.
Die Seilbahn bringt mich wieder sicher zur Talstation. Nun will ich unbedingt noch den Boderitt ausprobieren. Eine Hänge-Schwebebahn mit schwingenden Gondeln. Der Preis dafür ca. 4 Euro. Das Preismodell für die Spaßinsel nicht zeitgemäß. Jede Attraktion wie Bumper Jump Boat, Wasserkarussell kostet nicht nur extra (es gibt keine Tageskarte o.ä.), sondern kosten eine bestimmte Anzahl an Punkten. So muss an der Kasse erst einmal geschaut werden, wie viele Punkte man kaufen muss, wie viele diese kosten um alle Attraktionen oder nur ein Teil davon fahren zu können. Dies verschleiert etwas die Preise und man verliert schnell den Überblick.
Die Liegeschwebebahn ist defekt und funktioniert gar nicht, so probiere ich nur den besagten Boderitt aus und denke mir erneut. Einmal reicht. Nichts besonderes und doch sehr ruppig. Zudem sind die Attraktionen dahin gestellt, viel Beton. Keine Thematisierung.
Zusammengefasst: Seilbahn Berg und Talfahrt, einmal Rodelbahn, Tierpark und einmal Boderittbahn. Kostenfaktor pro Person: Rund 21 Euro. Würde ich alles Nutzen wollen, also zusätzlich Hexenhaus, Halle, Museum und alle Bahnen in der Spaßinsel sowie noch die Sesselbahn und 4 D Kino beim Sessellift würde ich auf insgesamt ca. 45 Euro kommen und jede Bahn nur einmal nutzen können. Wenn ich das nun mit einem Freizeitpark vergleiche……
Der Hexentanzplatz – tolle Idee, schöne Gegend, tolles Angebot mit Seilbahn und Rodelbahn. Der Rest entpuppt sich als überteuertes Ausflugsziel zum größeren Pedanten – dem Brocken

Resume:

Kosten:

Ab 10,50 Euro bis ca. 45 Euro

Highlights:

Genau im Vorfeld überlegen was man man möchte, damit der Geldbeutel nicht zu leer wird.

Seilbahn mit Glasboden | Hexentanzplatz | Alpine Coaster | Boderitt

TIP

Erlebniswelt Thale Seilbahnen Hexentanzplatz Rodelbahn Harzbob Tierpark

Überteuertes, touristisches und liebloses Spassareal für den dickeren Geldbeutel.

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